17.06.2015 Runder Tisch/
Stakeholder – Beteiligung - Zusammenfassung

Am 17.06.2015 trafen sich auf Einladung des Instituts für Demokratie- und Partizipationsforschung an der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) Vertreter/-innen von 17 Interessensgruppen im Rathaus Wetzlar und formulierten Ihre Wünsche und Anforderungen an das Freibad der Zukunft.

Sie repräsentierten folgenden Zielgruppen: Jugendliche, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Schulen, Sportvereine, Bürgerinitiative, die Stadt Wetzlar, Landessportbund, der Agenda Beirat und das Stadtmarketing.

Zunächst informierten Antje Schwarze und Mark Schwalm von der BUW alle Anwesenden über die einzelnen Schritte und den Stand des Bürgerbeteiligungsverfahrens „(Frei)baden in Wetzlar“.

Jede Institution hatte drei Minuten Zeit, ihre Perspektive vorzustellen und mögliche Expert/-innen für die Planungszelle, das Herzstück des Bürgerbeteiligungsverfahren, vorzuschlagen.

Alle Vertreter/innen waren gut vorbereitet, viele hatten zuvor in ihren Gruppen diskutiert und die Diskussionsergebnisse mitgebracht.

Deutlich wurde, dass das Freibad Domblick in seinem jetzigen Zustand für Kinder und Jugendliche wenig attraktiv ist. Sie nutzen eher andere Bäder und Weiher in der Umgebung. Auch Senioren nutzen das Schwimmbad wenig. Unter anderem wurden die fehlenden Parkmöglichkeiten und Attraktionen benannt. Der Schulsport und der DLRG haben Schwierigkeiten mit der Aufsicht wegen der Unübersichtlichkeit des Geländes.

Insgesamt wurde sichtbar, dass es verschiedene Blickwinkel und Ansprüche an ein neues Freibad gibt. Das Spannungsfeld zwischen Freizeit- und Sportbad wurde deutlich. Bei einer Neuplanung stellen sich die Fragen, wie können die verschiedenen Anforderungen berücksichtigt werden? Welcher Badetyp ist sinnvoll? Es wurde erwähnt, dass das Bürgerbeteiligungsverfahren die Möglichkeit bietet neue Varianten anzudenken.

Hierzu wurden Beispiele von Bädersanierungen aus anderen Kommunen vorgeschlagen, die zur Orientierung dienen können. Zur Attraktivitätssteigerung und besseren wirtschaftlichen Auslastung wurden auch Ideen eingebracht, wie z.B. Möglichkeiten zur Winternutzung, die Zusammenarbeit mit benachbarten Hotels oder wie das Freibad für (Fahrrad)-Touristen attraktiv gemacht werden könne.

Bürgermeister Wagner betonte zum Schluss, dass die Entscheidung über die Zukunft des Freibades Domblick für die Stadt ein ergebnisoffener Prozess sei.

Am 10.09.2015 findet eine weitere Infoveranstaltung (offen für alle Bürger/-innen) statt, auf der die Ergebnisse der stattgefundenen Bürgerbefragung zum Freibaden in Wetzlar vorgestellt werden.